Zwangsstörungen

Zwangsstörungen bei Dr. med. univ. Elisabeth Birgmayr-Lechner
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Kommt es zu wiederkehrenden, belastenden Gedanken, die oft auch schockieren, oder/und dem starken Drang, bestimmte Handlungen wie Waschen oder Kontrollieren ständig zu wiederholen, spricht man von einer Zwangsstörung. Diese Zwangsgedanken und Zwangshandlungen können viel Zeit beanspruchen und den Alltag deutlich einschränken.

Die Tiefenpsychologie betrachtet den Zwang als Versuch der Psyche, sich vor unerträglichen Gefühlen zu schützen. Im Zentrum steht ein intensiver, aber unbewusster, nicht erkannter Konflikt zwischen aggressiven feindseligen oder sexuellen Impulsen, die abgewehrt und verdrängt und nicht gespürt werden dürfen, weil es das eigene Gewissen oder die eigene Moral nicht zulassen kann.

Ängste und Schuldgefühle spielen dabei eine große Rolle.

Eine psychotherapeutische Behandlung ist möglich:  Das Erforschen und Durcharbeiten der verschiedenen Bausteine der Entstehungsgeschichte, ermöglichen Veränderungen in der eigenen Haltung und führen zu einer Weiterentwicklung und Beruhigung der Zwangsgedanken.

Bei schwereren Zwangsstörungen sind Psychopharmaka hilfreich.

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